Ferienhäuser auf Pellworm mieten

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Frisch bläst einem die Brise vom Meer her ins Gesicht, wenn die Fähre „Pellworm I“ vom kleinen Hafen in Nordstrand ablegt. Die Fahrt führt übers Wattenmeer, einem einzigartigen Lebensraum unter der Herrschaft der Gezeiten. Hier, im Westen Schleswig-Holsteins, finden wir so manche idyllische Nordseeinsel, und eine besonders grüne unter ihnen ist Pellworm. Die Fahrt ist nicht von langer Dauer, das Eiland liegt nah bei der Küste, und so macht die Fähre am etwas Abseits gelegenen und tidefreien Tiefseeanleger nach gut 30 Minuten die Taue fest. So startet der Urlaub in einer Ferienwohnung auf Pellworm!

Ankommen und Durchatmen

Bei gutem Wetter sieht man sie bereits vom Festland der Nordseeküste, von den Deichen der Halbinsel Nordstrand aus, wie sie sich eher unscheinbar am Horizont und inmitten des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer abzeichnet. Es ist keine Insel schillernder und lauter Attraktionen, denn wer hierher kommt, um für ein paar Tage in einem der Ferienhäuser zu entspannen, der hat anderes im Sinn: Auf Pellworm macht man nicht nur Urlaub, auf der Nordfriesischen Insel atmet man durch! Das frische Nordseeklima gilt nicht umsonst als sehr wohltuend und gesundheitsfördernd.

Wohin des Weges?

Man könnte annehmen, Pellworm führte ein eher unscheinbares Dasein in der Nordsee. Weiter nördlich finden wir die weiteren bekannten Nordfriesischen Inseln Amrum und Sylt und ein Stück weiter im Süden populäre Urlaubsorte wie St. Peter Ording und Büsum an der Nordseeküste.

Wer sich für eines der Ferienhäuser auf dieser wunderbaren Insel entscheidet, den führt der Weg zuerst in das von Hamburg aus gut erreichbare Husum, die berühmte graue Stadt am Meer, wie sie der Dichter Theodor Storm einst beschrieb. Von hier aus sind es nur noch 20 Minuten Autofahrt bis zum Fähranleger Strucklahnungshörn auf Nordstrand. Wer mit dem Zug anreist, findet ab Husum eine regelmäßige Busverbindung zum Fähranleger. Ist man nach der Anreise erst einmal auf Pellworm angekommen, lässt sich feststellen, dass sich gegenüber dem Festland eigentlich nicht viel verändert hat. Aber die Insel ist ganz wie ihre Bewohner: Man gibt die Eigenheiten seines Charakters nur zögerlich Preis. Die Menschen hier oben machen einen eher ruhigen und zurückhaltenden Eindruck. Man redet wenig, aber das Wenige kommt von Herzen. Der richtige Ort also für eine Entdeckungsreise mit Tiefgang.

Natur und Landschaft – so grün und voller Leben

Naturliebhaber werden Pellworm vor allem eine Eigenschaft ohne Umschweife zusprechen: echt friesisch! Die sonnenverwöhnte Insel ist bedeckt von saftigem Grün, das sich von der Süd- bis zur Nordspitze hin ausbreitet. Und richtig: keine Nordseeinsel ohne Deich! Der von Pellworm prägt das Landschaftsbild über eine Länge von 28 Kilometern einmal um die Insel, und dient so als Schutz vor der bekanntlich nicht immer sanftmütigen Nordsee. Aber hier oben gibt es mehr als Deiche und Flachland, denn nicht umsonst befindet sich Pellworm mitten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Sehenswerte Sandbänke

Eine Besonderheit Pellworms sind die beiden größten Sandbänke Europas direkt vor der Küste. Wer schon immer einmal Seehunde aus der Nähe und in freier Natur sehen wollte, wird sie hier beim Sonnen beobachten können. Ermöglicht wird dies durch Bootstouren, welche direkt an den Sandbänken vorbeiführen.

Die tierischen Bewohner Pellworms erleben

Wem eher die Beobachtung der Bewohner der Lüfte zusagt, darf sich auf Pellworm auf einen steifen Nacken und verschiedene Arten von Zugvögeln in zuweilen ungewöhnlich hoher Zahl freuen, die regelmäßig auf der Insel Station machen. Vor allem in Frühjahr und Herbst lassen tausende Enten, Austernfischer und weitere, zum Teil sehr seltene Arten, die Beobachtung zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Selbst die gefiederten Bewohner Sibiriens entscheiden sich für Ferien auf Pellworm, wenn es in ihrer Heimat einmal zu kalt werden sollte.

Geheimnisse des Meeres aufdecken

Doch zurück ins Wasser, oder zumindest das, was es für uns zurücklässt. Denn wie überall an der Nordsee herrschen auch hier die Gezeiten. Wer also genau wissen will, was sich so unter den schäumenden Fluten verbirgt, kann es bei Ebbe herausfinden. Geführte Wattwanderungen – unbedingt zu empfehlen – geben Einblicke in das Leben am Grund der Nordsee. Miesmuscheln, Wattwürmer und Strandkrabben lassen sich am Boden finden, der Heimat unzähliger Organismen ist.

Sehenswürdigkeiten

Was sich hinter’m Deich mit all den Ferienhäusern verbirgt: Auch wenn Pellworm keine große Insel ist, sollte man sich dennoch Zeit für sie nehmen, denn zu entdecken gibt es mehr als genug! Und an den Anfang gehört etwas, das bei keinem Nordseeurlaub fehlen darf: eine Leuchtturmbesichtigung. Dass die Aussicht von hier oben eine ganz besondere ist, versteht sich beim umliegenden Flachland von selbst. Es ist kein Problem, von hier aus die Fischkutter vor der Küste zu beobachten oder einfach die Blicke über die Weiten des Wattenmeeres schweifen zu lassen.

Gaumenfreuden

Unweit vom Leuchtturm, nur wenige Kilometer nordwärts, findet man den alten Hafen von Pellworm. Früher fuhren von hier aus die Schiffe zum Festland. Heute kann man den ein- und ausfahrenden Krabbenkuttern zusehen. Und schon wegen der leckeren Krabben ist der idyllische Hafen ein beliebtes Ausflugsziel, denn nicht selten kann man diese Gaumenfreuden hier fangfrisch erwerben.

Unterwegs auf Pellworm

Startend von einem der Ferienhäuser gelangt man weiter gen Norden zum Bupheverkoog, dem Nordzipfel der Insel, von dessen Ufer sogar das Festland in Sicht ist. In Nordermühle, vom nördlichsten Punkt aus westlich gelegen, liegt auch schon die nächste Sehenswürdigkeit: eine Windmühle, der Zwickstellholländer, direkt am Deich und als Restaurant bewirtschaftet. Diesen Ort schlicht als Idylle zu beschreiben, wäre untertrieben.

Von der Mühle aus ist es nun auch nicht mehr weit bis zum Anleger der Hooger Fähre. Wenn es ein Abstecher zur größten der umliegenden Halligen sein darf, der Hallig Hooge, kann man hier erneut in See stechen. Wenn aber das kühle Nass lieber schwimmend in Angriff genommen werden soll, so findet sich an dieser Stelle der Insel die beste Badegelegenheit. Um den Weg zurück zu finden, dient uns das Wahrzeichen Pellworms, die alte Kirche. Diese wird noch heute bei der Fahrt zur See als Orientierungspunkt verwendet. Freunde schöner Orgelklänge finden in ihrem Innern eine fast 300 Jahre alte Arp-Schnitger-Orgel, deren Klang auch heute noch bei Konzerten bewundert werden kann.

Kunst und Kultur – eine Insel mit Charakter

Was macht den Reiz einer Insel wie Pellworm aus? Es ist sicherlich mehr als das Freizeitangebot: Es ist auch das typische Inselleben seiner Bewohner, ihrer Lebensweisen und ihrer Traditionen. Und das Wesen der Menschen ist mit der Geschichte ihrer Heimat stets eng verknüpft. Pellworms Geschichte lässt sich am besten in seinen Museen nachvollziehen. Das kleine Inselmuseum gewährt Einblick in die Entwicklung der Entstehungs-, Siedlungs- und Kulturgeschichte.

Geschichte erleben

Was aber wäre eine Nordseeinsel ohne die Fahrt zur See? Diesem wichtigen Punkt der Geschichte trägt der Dampferschuppen am alten Hafen gebührend Rechnung. Dieses Schifffahrtsmuseum ist weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus bekannt und bietet dem Besucher einen sehr anschaulichen und lückenlosen Überblick. Kultur ist aber nicht Museumssache allein, und auf Pellworm werden Bräuche und Traditionen noch auf sehr eindrucksvolle Weise dargebracht.

Pellworm von seiner musikalischen Seite

Wenn nämlich die Pellwormer etwas zu feiern haben, dann darf man sich oftmals auf einen wunderschönen Trachtentanz freuen, der meist begleitet wird durch den Musikzug der freiwilligen Feuerwehr. Beide lassen sich – ganz zur Freude der Urlaubsgäste – nur selten ein Fest entgehen. Wer es maritimer mag, dem sei der Shanty-Chor empfohlen, denn stimmgewaltiger lassen sich die Seemannslieder kaum noch vortragen. Ein Muss für Liebhaber der Seefahrerromantik!

Suche nach dem Pellwormer König

Für Spannung sorgt alljährlich das Ringreiten, bei dem der Pellwormer König ermittelt werden soll. Das ist eine jahrhundertealte Tradition, bei der ein Reiter versucht, an Magneten aufgehängte Metallringe im Galopp auf einer Lanze aufzustechen. Die Königsdisziplin erfordert ein genaues Augenmaß, denn hier sind die Ringe besonders klein. Der Gewinner dieses Turniers gilt fortan als der Pellwormer König.

Gäste sind herzlich willkommen

Eindrucksvoll ist es auch, wenn die Pellwormer wie auch die Bewohner aller umliegenden Inseln in der Zeit um den 21. Februar das „Biikebrennen“ vollziehen. Ganz nach uralter Tradition wird ein großes Feuer am Süderkoog entzündet. Das ist die Art der Insulaner, Freunden und Bekannten auf dem Festland und den umliegenden Inseln Grüße zukommen zu lassen. Aber auch den Gästen der Insel gilt es, die man so freudig willkommen heißt.

Pellworm ist also mehr als nur eine Ferieninsel, denn wer hier in einem der Ferienhäuser Urlaub verbringt und dabei Land und Leute besser kennenlernt, der weiß: Ferien auf Pellworm kann zu einer echten Herzensangelegenheit werden. Kiek mol weder röwer!

Freizeitgestaltung

Pellworm lässt sich vor allem auf zwei Arten besonders gut erkunden: zu Fuß und mit dem Rad. Wer Schusters Rappen dem Sattel vorzieht, findet mehrere Wanderwege, die zu den Sehenswürdigkeiten der Insel führen. Deichwanderungen haben natürlich einen besonderen Reiz, vor allem während der Dämmerung. Das Flachland bringt es mit sich, dass Rad fahren hier besonders beliebt ist. Dem haben die Insulaner natürlich Rechnung getragen und bieten einen umfangreichen Fahrradverleih an. So lässt sich jeder Punkt der Insel zügig und immer mit einer gesunden Portion frischer Meeresluft in den Lungen erreichen. Auch muss man kein Leistungssportler sein, um die Insel an einem Tag umrunden zu können. Aber Eile ist hier eher ein Fremdwort, und es gibt zu viele dieser versteckten, idyllischen Örtchen, an denen man vom Sattel steigt und einfach nur genießt. Und was ist nach einer Wander- oder Radtour bei Sonnenschein schöner, als sich an einer, der über die Insel verteilten, Badestellen in der Nordsee abzukühlen? Sollte das Wetter dann einmal nicht mitspielen, bietet sich immer noch das Freizeitbad Pellworms mit dem prägnanten Namen „PelleWelle“ an.

Sportlich unterwegs

Aber Pellworm hat natürlich noch mehr zu bieten. So findet sich für viele Freizeitsportarten eine Möglichkeit, sie auch im Nordseeklima auszuüben. Ob Tennis, Minigolf, Beach-Volleyball oder das sich wachsender Beliebtheit erfreuende Nordic Walking, es gibt zahlreiche Gelegenheiten, mal wieder tüchtig ins Schwitzen zu kommen.

Nach so viel Aktivität knurrt einem natürlich auch irgendwann einmal der Magen. Man muss aber nicht ins Ferienhaus. Keine Sorge, das nächste Bistro, Café oder Restaurant findet sich immer in der Nähe. Und es ist kein Geheimnis, dass der Fisch hier oben im Norden besonders gut schmeckt. Während der Saison gibt’s den schon mal fangfrisch am alten Hafen, der auch ohne Hunger zum Verweilen einlädt. Und wenn man schon mal am Hafen flaniert, warum dann nicht gleich auch eine Ausflugsfahrt buchen? Pellworm ist umgeben von kleinen Inseln, den Halligen, auf denen man die Häuser oft an nur einer Hand abzählen kann.

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