Izmir – eine antike quirlige türkische Metropole

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Izmir, die drittgrößte Metropole der Türkei, bietet südländisches Flair gepaart mit historischen Sehenswürdigkeiten. Sie war die Geburtsstadt Homer und Aristoteles Onassis, auch Alexander der Große lebte einst hier. Mit Palmen gesäumten Uferpromenaden, eng bebaute Häuserreihen und turbulentes Basartreiben ergeben ein multikulturelles gewürztes Flair. Im Laufe ihrer langen Geschichte war Izmir Begegnungsort verschiedener Kulturen, Sprachen und Religionen. An der Westküste gelegen bietet Izmir – eine der ältesten Hafenstädte der Welt – ein sehr angenehm mildes Klima. Außerdem präsentiert sich die Stadt als idealer Ausgangspunkt zu hochinteressanten geschichtsträchtigen Orten.

Alsancak – das Herzstück von Izmir

Hoch oben auf dem Akropolisberg Pagos bietet sich von den Ruinen der Kadifekale (Samtburg) aus einen traumhaften Panoramablick über Izmir. Die Festung erbaute einst Alexander der Große. Das römische Theater, welches 20.000 Zuschauern Platz bot, liegt Hügel abwärts. Das Grab des Heiligen Polykarp befand sich am Oberen Station. Ein weiteres Highlight auf dem Berge Pagos ist der ausgedehnte angelegte Botanische Garten, welcher unbedingt zu empfehlen ist.

Unten im Stadtteil Alsancak versammeln sich am Abend sowohl Einwohner wie auch Touristen, um auf den zahlreichen Terrassen Entspannung oder auch Spaß zu suchen. Die Terrassen sind das ganze Jahr über sehr gut gefüllt und im Winter sorgen Heizstrahler sowie das türkische Bier Eles für die nötige Wärme.

Konak – ein geschichtsträchtiger Ort

Ein weiterer Stadtteil, den kein Izmirbesucher auslassen sollte ist Konak. Hier befindet sich unter anderem der von Tausenden von Tauben umschwirrte Rokoko-Uhrenturm (Saat Kulesi), welcher als Wahrzeichen der Stadt gilt. Dieses Bauwerk wurde zu Ehren des 25-jährigen Thronjubiläum von Sultan Abdül Hamit II im Jahre 1901 erbaut. Die Turmuhren waren ein Geschenk von Kaiser Wilhelm II. Die Basis des Turmes bildet sich aus mehreren Sockelebenen und vier Uhren zeigen in jede Himmelsrichtung. Aufgrund seiner kunstvollen Gestaltungen zählt der Zeitmesser zu einem der schönsten im Lande.

Alle Blicke zieht die mehr als bescheidene kleine aber auffallende Konak-Moschee auf sich. Gegen die Blaue Moschee oder Hagia Sofia erscheint diese jedoch eher als „Spielzeuggebäude“ und wird von vielen Besuchern gern übersehen.

Der Konak-Platz liegt fast direkt am Wasser nördlich des Platzes der Republik (Cumhuriyet-Platz), verziert mit einem Reiterstandbild Atatürks. Von hier aus kann man entweder den herrlichen Blick auf die Bucht und den Fährhafen genießen.

Kemeralti-Viertel – das historisches Geschäftsviertel

Die Hisar-Moschee ist die größte Moschee in Izmir. Die Architektur dieses Bauwerkes ist klassisch osmanisch. Im rechteckigen Hof tragen Mauern je sieben Kuppeln. Zur rituellen Waschung wurde die Brunnenanlage im Hof überdacht. Das Gebäude wurde 1597 fertiggestellt verfügt über ein Minarett. Im Inneren können bedeutendste Werke von osmanischer Kalligrafie bestaunt werden.

Sehr belebt ist auch der Hisarönü-Platz mit einem reichen Angebot an verschiedenen Blumen. Hier findet man zudem eine Vielzahl von Restaurants, die sich gegenseitig in der Zubereitung schmackhafter Gerichte zu überbieten versuchen. Ganz in der Nähe befindet sich das bekannte Einkaufscenter Kizlaragasi Inn. Es beherbergt heute eine Vielzahl von Ladengeschäften und ist ein gutes Beispiel für osmanische Architektur. Shoppingenthusiasten können hier ihrer Leidenschaft in sehr noblen und teuren Boutiquen sowie außergewöhnlichen Geschäften frönen. Izmir gilt als Shoppingparadies.

Ausflüge in die nähere Umgebung

Ephesos – antikes Weltwunder

Etwa 70 Kilometer südlich von Izmir liegt die weltbekannte Ausgrabungsstätte Ephesos. Hier wurde einst auch der Philosoph Heraklit geboren. Das Top-Reiseziel liegt nach dem Städtchen Selcuk. Der Tempel der Artemis zählt zu den sieben Weltwundern. Der Rundgang durch das Grabungsfeld ist ausgeschildert und ist ein MUSS für jeden Besucher von Ephesos. Das große römische Theater, begonnen unter Julius Cäsar (41-54 v. Chr.) und beendet unter Trajan (98-117 v. Chr.) ist eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten des Feldes. Ebenso die Kuretenstraße mit dem Hadrianstempel (138 n. Chr.) und die Marmorstraße mit der Schaufassade der Celsius-Bibliothek (135 n. Chr.). Der ursprünglich 3. stöckige Bau war ganz aus Marmor. Gleich daneben befindet sich das Markttor mit dessen Inschrift „Tor des Macaeus“

Bülbül Dagi – ein Berg mit religiösem Hintergrund

Gegen Extra Eintritt können die mehrstöckigen Hanghäuser am Abhang des Bülbül Dagi – den Nachtigallenberg  – besichtigt werden. Die Marmorfußböden waren mit Fußbodenheizung ausgestattet, es gab fließendes Wasser und luxuriöse farbigen Wandfresken ausgestattet. Ebenfalls auf dem Nachtigallenberg liegt das Wohn- und Sterbehaus der Jungfrau Maria (Meryemana), welches heute eine Wallfahrtsstädte ist.

Selcuk – mit unzähligen kleineren Highlights

In diesem kleinen Städtchen sind vor allem das Archäologische Museum besonders zu empfehlen, die Siebenschläferhöhlen, die Isabey-Moschee sowie die Zitadelle von Selcuk. In den Ruinen der byzantinischen -seldschukischen Stile erbaute Johannes-Basilika, ruht angeblich der Evangelist Johannes.

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