Unterwegs auf dem Mosel-Radweg

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Kaum ein Fluss in Deutschland schlängelt sich so anmutig und imposant durch die Landschaft wie die Mosel. Ein wahrhaft traumhafter Anblick, der sich Wanderern, Schiffsreisenden, Bahnfahrern oder Radwanderern bietet. Letztere können die Mosel und ihre unzähligen Schleifen auf dem Mosel-Radweg genießen.

Mosel-Radweg: Streckenverlauf

Die Mosel mündet bei Koblenz in den Rhein. Dort endet auch der Mosel-Radweg. Allerdings startet er nicht in Trier, sondern bereits in Frankreich. Die Mosel selbst entspringt in den Vogesen und führt dann über Lothringen und Luxemburg in einen kurzen Streckenabschnitt ins Saarland, von dort fließt sie weiter nach Rheinland-Pfalz bis sie am Deutschen Eck den Rhein erreicht.

Der Mosel-Radweg ist insgesamt 311 Kilometer lang. Knapp 240 Kilometer befinden sich auf deutschem Gebiet. Er starte in Frankreichs Bussang (590 Meter) und verläuft stark abfallend bis Remiremont und dann etwas ebener über Thionville (150 Meter), Trier (139 Meter), Schweich, Bernkastel-Kues (110 Meter), Zeltingen und Traben-Trarbach. Von dort geht es weiter über Cochem (86 Meter) entlang an vielen Burgen, Kobern-Gondorf und Winningen bis nach Koblenz.

Der beliebteste Abschnitt verläuft zwischen Trier und Koblenz. Dieser Teil macht allein rund 200 Kilometer aus. Hier zeigt sich die Mosel besonders malerisch. Viele Schleifen, die wunderschönen Hügel des Moseltals und die stets präsenten Weinreben ergeben einen tollen Anblick. Moselabwärts ist dieser Streckenabschnitt hervorragend zu fahren. Die Strecke ist fast eben und fast durchgängig asphaltiert, läuft dabei aber fast immer minimal bergab, sodass auch Familien kürzere oder längere Strecken sehr gut absolvieren können. Allerdings gibt es auch einige eher ruppige Anstiege. Diese sind jedoch extrem kurz und können zur Not auch zu Fuß zurückgelegt werden. Das genaue Höhenprofil des Mosel-Radwegs ist hier sehr gut beschrieben.

Üblicherweise fahren Radwanderer nur stromabwärts auf dem Mosel-Radweg. Die umgekehrte Richtung von Koblenz nach Trier ist wegen der stetigen geringen Steigung weit weniger interessant und für wenig trainierte Radfahrer nicht so schön zu fahren.

Mosel-Radweg: Traumlandschaft und Sehenswürdigkeiten

An der Strecke liegen Weingüter, Burgen und schön hergerichtete Orte. Auch die Mosel selbst bietet immer wieder Grund zum Genießen. Die vielen Schleifen und die Linien- und Ausflugsschiffe runden das Bild dieser traumhaften Landschaft ab. Das alles sind Gründe, warum der Mosel-Radweg bei Radwanderern so beliebt ist.

Da die vielen kleinen Orte auf Tagesgäste und Radwanderer eingestellt sind, finden Aktive hier praktisch überall Restaurants, Gaststätten, Weingüter und Hotels, in denen sie einkehren können. Wer seine Streckenabschnitte gut plant, kann auf dem Mosel-Radweg einen ganzen Familien-Urlaub verbringen. Die Orte erlauben kurze und lange Etappen, große und kleine Pausen.

Auch abseits der Strecke gibt es massenhaft Sehenswertes und einige Ausflugsziele. Dazu zählen die Porta Nigra und einige römische Überreste in Trier, die Burg Eltz, die Reichsburg in Cochem, Festung Ehrenbreitstein in Koblenz und nicht zuletzt das wunderschöne Winzerdort Winningen. Besonders attraktiv ist eine Reise auf dem Mose-Radweg, wenn diese mit Streckenabschnitten auf dem Saar-Radweg und anderen Fernwanderwegen kombiniert wird. So können Urlauber die Mosel und die Umgebung am besten erkunden und genießen.

An- und Abreise sowie Abkürzungen auf dem Mosel-Radweg

Der Mosel-Radweg ist fast so etwas wie ein Baukastensystem für Radwanderer. Diese können sich beliebig viele Streckenabschnitte heraussuchen und so ihre ganz eigene Moseltour festlegen. Mit Abstechern auf andere Radwege, längeren oder kürzeren Etappen und Übernachtungen in schönen Orten. Doch zunächst müssen die Reisenden zum Startpunkt.

Je nach Startort ist die Anreise per Bahn möglich. Die meisten größeren Orte an der Mosel verfügen über einen Bahnhof, sodass in der Regel die Anfahrt per Zug möglich ist. Alternativ ist die Anreise mit dem Pkw möglich. Dabei ist zu beachten, dass vor der Abreise die zurückgelegte Strecke wieder zu überbrücken ist. Das wiederum ist neben Bahnverbindungen unter anderem über die vielen Schiffsverbindungen möglich. Wichtig: Fast jeder Ort verfügt über einen Schiffsanleger und zum Teil existiert sogar ein umfangreicher Linienverkehr auf der Mosel. Bereits vor Tourantritt sollte aber die Rückreise gut geplant werden, damit die beste Schiffsverbindung vom Zielort zum Ausgangspunkt möglich ist. Das gilt auch für Abkürzungen während der Tour, wenn eine Familie beispielsweise einzelne Etappen per Schiff überspringen möchte. Informationen bieten u. a. verschiedene Webseiten der Moselschiffer, die jedoch alle nur einen Teil des Flusses befahren. Eine gute Recherche vorab ist anzuraten. Dann aber ergibt sich auf dem Rückweg der Tour ein weiteres Highlight: Die Fahrt auf der Mosel durch das Moseltal.

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