Essen in Rom

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Rom ist eine vorzügliche Stadt, um bei der Städtereise in Italiens Hauptstadt gut Essen zu gehen. Allerdings muss man als Tourist ein paar Regeln beherrschen und einen guten Blick für Nepp-Angebote haben. Denn nicht alles, was fein und toll aussieht, ist ein guter Platz, um den Hunger zu stillen. Auch sind die besonderen Eigenarten der Römer durchaus zu berücksichtigen.

Frühstück in Rom

Es beginnt mit dem Frühstück. Hier ist es in Rom durchaus üblich, einen Espresse (Caffe) zu bekommen oder einen Cappuchhino und dazu ein Stück Gebäck. Mehr wird in der Regel nur in Hotels mit dem typischen Continental- Breakfast angeboten. Caffe und Cappuccino im Hotel sind zudem so eine Sache. Manchmal ist es leckerer, in der nächsten Bar ein ausgelassenes Frühstück nachzuholen.

Bars sind anders als man sie von Deutschland kennt, keine Alkoholtempel, sondern echte Frühstücksanbieter. Man erhält mit der Bestellung einen Bon, der an der Kasse beglichen werden muss. Aufpassen muss man hier besonders auf den Sitzplatz. Am Tresen ist es vergleichsweise günstig. Wer dagegen draußen sitzen möchte oder sich drinnen an einen Tisch setzt, muss einen Zuschlag zum Essen zahlen, der normalerweise am Eingang gekennzeichnet ist. Das ist auch bei anderen Lokalen üblich!

Bons immer aufbewahren!

Ein Fallstrick bei allen Rechnungen und Bons ist die Steuerpolizei in Rom. Wie überall in Italien muss eine Rechnung mitgenommen werden, um die korrekte Abfuhr der Steuer nachweisen zu können. In der Praxis wird dies kaum kontrolliert, aber Stichproben finden durchaus statt. Wer auf seiner Städtereise Rom keinen Bon hat, muss ggf. kleinere Beträge nachzahlen.

Für den Hunger zwischendurch

Wer zwischendurch Hunger hat, kann in Rom entweder in eine Pizzeria einkehren, die von frühen Mittag bis Abend Pizza und ggf. andere Speisen zu günstigen Preisen anbietet. Hier ist es anders als in einem Ristorante oder anderem Lokalen üblich, auch kleine Mengen zu essen. Ähnliches gilt für eine Pizza Al Taglio oder eine Tavola Calda bzw. Rosticceria. In diesen Lokalitäten wird teilweise pro 100 Gramm bezahlt, was man vorher wissen und abschätzen sollte. Alternativ gibt es bei den Bäckern in Rom den ganzen Tag über frische Pizza Magherita in Handportionen.

Mittagessen in Rom

Für das Mittagessen gilt, dass es in Rom relativ spät eingenommen wird. Üblich ist ab 13 Uhr. Ab 14:30 Uhr ist die Mittagszeit oftmals wieder beendet. Klassisch kehren Römer hier in eine Enoteca Winebar ein, wo es eine übersichtliche Auswahl von Essen in eher kleinen Portionen gibt, das aber in der Regel recht gut ist. Römer trinken hier gerne einen Hauswein dazu. Die Enotecas sind häufig überfüllt, sodass etwas Zeit eingeplant werden sollte.

Abendessen in guter Kleidung!

Das Abendessen wird in Rom nicht vor 20 Uhr eingenommen, meistens sogar später. Im Gegensatz zum Mittagessen handelt es sich beim typischen Abendessen um ein mehrgängiges Menü. Es besteht normalerweise aus Antipasti, dem ersten Gang mit Nudeln, Reis oder Gnocchi, dem zweiten Gang mit Fleisch oder Fisch (Beilagen sind extra zu bestellen) sowie einem Nachtisch mit Käse, Obst oder bzw. und Dessert.

Lokalbezeichnungen und Preise

Es gibt verschiedene Abstufung der Lokalitäten. Ein Ristorante ist in der Regel etwas gehobener, die Osteria oder Hostaria entspricht einem Gasthaus, aber mit gutem Essen zum Mittag und angemessenen Preisen, und die Trattoria ist etwas günstiger und bodenständig. Die Abstufung zwischen den verschiedenen Lokalen sind fließend und die Preise uneinheitlich. Hier muss man gut aufpassen und sich vorab informieren.

Mehrere Gänge Pflicht

Allgemein gilt es noch folgende Punkte zu beachten: Beim Abendessen sind mehrere Gänge zu bestellen, ansonsten wird man in Rom schief angesehen. Außerdem darf man sich nicht an einen Tisch setzen, dieser wird vom Personal erst zugewiesen. Rechnungen werden auf einem Tablett an den Tisch gebracht und damit auch bezahlt. Wechselgeld wird ebenfalls gebracht. Trinkgeld ist zwar inklusive, ein guter Service sollte nach dem abgeschlossenen Bezahlvorgang aber mit einem Trinkgeld von zehn Prozent honoriert werden, das auf dem Tisch liegen gelassen wird. Und noch einmal: Nicht die Rechnung vergessen mitzunehmen!

Essen in Rom: Touri-Nepp und Top-Lokale

Es gibt viele Lokale, die sehr angenehm und gut aussehen, aber schlechtes Essen, überhöhte Preise und schwer nachvollziehbare Abrechnungen bieten. Typische Touristen-Lokale, die mit Unwissenden Geld machen möchten. Bei der Suche nach einem guten Ristorante oder einem anderen Lokal zum Essen sollte man deshalb etwas Abseits von den Sehenswürdigkeiten Roms suchen und sich nicht von spartanischer Einrichtung abschrecken lassen. Wo weniger Touristen und mehr Römer einkehren, ist dies ein Indiz für gutes Essen. Als Tourist auf der Städtereise Rom sollte man deshalb die Augen aufhalten und sich gut informieren, wo es sich gut Essen (und trinken) lässt.

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