Die Engelsburg in Rom

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Neben dem Petersdom gehört unter anderem die Engelsburg zu den wichtigsten christlichen Bauten in Rom. Im Rahmen einer Städtereise kommen hier viele Touristen hin, um die besondere Lage am Ende der Engelsbrücke über den Tiber zu sehen. Dabei genießen sie den Blick auf die vielen Engelsstatuen am Rande der Brücke sowie auf der Burg selbst. Auf der Engelsburg ist beispielsweise der Erzengel Michael in einer großen Statue zu sehen. Der italienische Name des ungewöhnlichen Baus ist Castel Sant’Angelo. In Deutsch wird auch vom Mausoleum des Kaisers Hadrian oder vom Hadrian-Mausoleum gesprochen. Das Bauwerk gehört zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten, die im Rahmen einer Städtereise Rom besichtigt werden können.

Geschichte der Engelsburg

Kaiser Hadrian (76 bis 138) hat in seiner Amtszeit die Grundfeste des Gebäudes vom Architekten Demetrianus errichten lassen, um sich selbst eine Grabstätte zu bauen. Das Mausoleum wurde aber erst von seinem Nachfolger Pius fertiggestellt. In den Rundbau ist das eigentliche ebenfalls runde Grabmal eingelassen, in dem sieben später Kaiser Roms begraben liegen. Die Bezeichnung Engelsburg ist eng verknüpft mit der Nutzung des Gebäudes. Denn das Mausoleum wurde wegen seiner Form und Lage in die Stadtmauer Roms integriert und als Zitadelle genutzt. Nach und nach wurden die Mauern weiter verstärkt und es bildete sich eine Burg heraus. Später wurden auch eine Schatzkammer und Teile eines vatikanischen Gefängnisses zur Zeit der Inquisition in der Engelsburg eingerichtet.

Die Päpste erkannten den besonderen Schutz und ließen in der Engelsburg Zimmer einrichten. Unter diesen gehört Sala Paolina aus dem 16. Jahrhundert zu den schönsten Gemächern der Päpste überhaupt. Diesen Teil der Engelsburg kann man auf einer Städtereise Rom besichtigen und sich dabei von der Pracht des Bauwerks überzeugen. Möglich ist dieser besuche unter anderem, da das Bauwerk Ende des 19. Jahrhunderts in den Besitz Italiens überging und zu einem Museum ausgebaut wurde. Im 13. Jahrhundert ließ Papst Nikolaus III. den Vatikan mit der Engelsburg durch einen Tunnel verbinden. Spätestens seitdem war das Bauwerk eine standhafte Fluchtburg der Päpste in Rom.

Den Namen Engelsburg verdankt da Mausoleum einer Begebenheit um 590. Papst Gregor will dort eine Erscheinung des Erzengels Michael gesehen haben, der sein Schwert in die Scheide steckt und das Ende der grassierenden Pest verkündet hat. Die Pest ging tatsächlich zu Ende und so errichtete der Papst eine Erzengelfigur auf der Spitze der Burg. Diese wurde von Guglielmo della Porta aus Marmor gefertigt. Zudem widmete der Vatikan eine Kapelle dem Erzengel. Heute steht auf der Engelsburg in Rom eine Bronzestatue, die von Peter Anton von Verschaffelt angefertigt wurde. Neben ihr steht die Armsünderglocke. Die alte Marmorstatue des Engels ist aber noch im Innenhof der Engelsburg zu besichtigen.

Erstklasige Ausstellung im Inneren der Engelsburg

Neben der besonderen Architektur sind viele Skulpturen und Fresken in der Engelsburg zu sehen. Aber auch aus einem anderen Grund lohnt sich das Ziel bei einer Städtereise Rom. Denn das Museum zeigt die prunkvollen Räume, Teile der Schatzkammer und des Verlieses sowie einige Ausstellungsgegenstände wie Waffen und Modelle. Besonders interessant ist der Blick auf die Engelsburg von der anderen Tiberseite aus. Denn der Weg dorthin führt über die Engelsbrücke, die auf bedien Seiten mit einer Vielzahl von Engelsstatuen geschmückt ist. Ein sehr schönes Fotomotiv nicht nur für Touristen auf einer Romreise.

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